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Hilft Magnesium bei Wadenkrämpfen?

Hilft Magnesium bei Wadenkrämpfen?

Nur wenige „Weisheiten“ aus dem Bereich der Laienmedizin scheinen bekannter, als der Tipp, dass Menschen, die zu Muskel- oder Arten von Wadenkrämpfen leiden, diesen mit Magnesiumtabletten stillen oder sogar vorbeugen können. Weiterhin kursiert die Annahme, dass Krämpfe sogar durch Magnesiummangel selbst ausgelöst werden können. Aber ist dies so richtig? Hilft Magnesium wirklich gegen Wadenkrämpfe und wenn ja, wie genau hilft es?

Wadenkrämpfe - ein unerforschtes Phänomen?

Wer versucht, diese Frage zu beantworten, stößt direkt im Zusammenhang mit der Definition von Muskelkrämpfen gegen Widerstand. Obwohl viele Menschen hin und wieder an Krämpfen leiden, sind die Ursachen hierfür nur wenig erforscht. Bis heute wirft das Phänomen für Wissenschaftler mehr Fragen auf, als das beantwortet werden.

Wahrscheinlich ist, dass die Krämpfe durch eine misslungene Kommunikation zwischen Muskel und Nerv zustande kommen. Dabei ziehen sich die Muskelfasern zusammen und verharren so für mehrere Sekunden bis Minuten. Grundsätzlich kann jeder Muskel im Körper von Krämpfen betroffen sein.

Das Phänomen betrifft Waden und Füße nur häufiger, da sie täglich unter einer hohen Belastung stehen. Bei einem Krampf sollte also der entsprechende Muskel sofort gedehnt werden, um Erleichterung zu schaffen.

Für Personen, die häufig Sport treiben, kann die Ursache für Wadenkrämpfe noch an anderer Stelle ausgemacht werden. Vor allem, wenn die Betroffenen zu intensiv trainieren und ihren Muskeln nicht genug Zeit geben, sich zu regenerieren. Während des Trainings schwitzt der Körper Mineralstoffe aus, die über Wasser wieder zugeführt werden sollten. Passiert dies aber nicht, kann es zu einem Mineralstoffmangel kommen, was wiederrum verstärkt zu Krämpfen führen kann. Denn genau besagte Mineralien brauchen die Nerven, damit die Kommunikation mit den Muskeln problemlos verläuft. Muskulatur, die ohnehin schon ermüdet ist, kann durch fehlende Stoffe, wie zum Beispiel Kalzium oder eben Magnesium nicht richtig arbeiten.

Hilft Magnesium also bei Krämpfen?

Wie bereits erwähnt sind Muskelkrämpfe bisher nicht bis ins Detail erforscht. Ihre genauen Ursachen konnten von der Wissenschaft noch nicht genau eruiert werden. Daher kursieren über die Krämpfe mehrere Mythen und Ratschläge.

Weit verbreitet ist der Tipp, dass die Betroffenen zu Magnesiumtabletten greifen sollten. Grund hierfür ist eine Studie aus dem Jahre 1983, die besagt, dass eine Tennisspielerin nach hartem Training oft Muskelkrämpfe bekam. Dann entschied sie sich, täglich Magnesium einzunehmen ihre Krämpfe verschwanden. Sportlern wird generell geraten, zusätzlich Magnesium nach dem Sport zu konsumieren, um den oben genannten Verlust an Mineralstoffen auszugleichen. Dies kann durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr geschehen oder zum Beispiel auch durch das  Essen einer Banane. Magnesium ist auch enthalten in Nüssen und Saaten und vielen grünen Gemüsearten.

Mit Hinblick auf die empfohlene tägliche Dosis gilt: jeder Erwachsene sollte 20 Gramm täglich zu sich nehmen, damit alle Funktionen im Körper effizient arbeiten können. Viele Menschen, vor allem Sportler, leiden aber chronisch an Magnesiummangel.

Das ist einer der Gründe, warum bei Muskelkrämpfen oft Magnesium als Supplement verschrieben wird. Der Vorteil: Magnesium, beispielsweise in Form der erwähnten Nahrungsergänzung, hat in der Regel keine Nebenwirkungen und wird im Allgemeinen gut vertragen.

Während andere Medikamente bzw. Präparate möglicherweise mit unerwünschten Begleiterscheinungen aufwarten, kann Magnesium von gesunden Menschen in den allermeisten Fällen problemlos zusätzlich eingenommen werden. Studien haben jedoch belegt, dass Magnesium selbst Muskelkrämpfe nicht stoppen bzw. vorbeugen kann. Die Wirkung des Stoffes geht nur selten über den Placebo- Effekt hinaus. Trotzdem wird es weiterhin empfohlen, da das Magnesium sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den Körper auswirken kann.

Und die Krämpfe? Gegen die gehen Sie am besten -ganz klassisch weiterhin- mit einem Dehnen des Muskels vor. In der Regel dauert es nur ein paar Sekunden, bis sich der entsprechende Bereich wieder langsam entkrampft und der Schmerz nachlässt.

Generell ist die Behandlung von Waden- bzw. Muskelkrämpfen sehr abhängig von der Art des Krampfes, der Dauer und der Häufigkeit. Es ist unmöglich pauschal zu beantworten, wie Krämpfen vorgebeugt werden kann. Jeden Tag Magnesium einzunehmen ist allerdings kein 100 prozentiges Mittel, um Wadenkrämpfe für immer vorzubeugen.

Trotzdem: generell ist es kein Fehler zusätzlich Magnesium zu supplementieren. Der Stoff wird in der Regel gut vertragen und unterstützt ein gesundes Arbeiten der Muskulatur. Doch Vorsicht: wer zu viel Magnesium konsumiert, wird vergleichsweise schnell merken, dass diese Form der Nahrungsergänzung ab einer bestimmten Dosis abführend wirken kann.

Der perfekte Ansprechpartner für Fragen rund um die Behandlung von immer wiederkehrenden Muskelkrämpfen ist ein Sportmediziner. Dieser gibt in der Regel auch gerne Tipps mit Hinblick auf effektive Dehnübungen vor und nach dem Training.